03.02.2026
Ob mit vorsichtig-defensiver Herangehensweise oder mit mutiger Überraschungstaktik – es gab am zurückliegenden Wochenende bei den Viertelfinalspielen der Deutschen Hallenmeisterschaft viele Wege zum Sieg oder eben auch in die Niederlage. Dass die zehn Ligaspiele herzlich wenig Planbarkeit für den Verlauf einer K.O.-Partie hergeben, bekam so mancher zu spüren. Da trifft man eben nicht nur auf einen platzierungstechnisch ähnlich starken Gegner, sondern manchmal auch auf eine ganz andere Kultur des Hockeyspielens, als man es in der eigenen regionalen Gruppe meist gewohnt ist. Wer kann sich mit seinen Ideen, seiner Art durchsetzen? Das macht ja gerade Hallenhockey – fast noch mehr als unser olympisches Spiel im Großfeld –so interessant.
Am stärksten zu spüren bekam das im Viertelfinale wahrscheinlich die Herrenmannschaft der Zehlendorfer Wespen. Dass es der 120-Saisontore-Express der hochtalentierten Berliner Jungspunde gegen die erfahrenen (aber teilweise gar nicht so viel älteren) Spieler des Mannheimer HC deutlich schwerer haben würden als in fast allen ihren Ligaspielen, das konnte man fast schon erwarten. Dass sich der Ostmeister dann aber, zumindest eine Halbzeit lang, komplett in der scheinbar undurchdringlichen Bretterwand des Süd-Zweiten verheddern würde, war dann doch ein wenig erstaunlich anzusehen. Und trotzdem wäre die Partie später fast noch gekippt. Der nächste Wespen-Anlauf Richtung Spitze wird kommen, die (bittere) Erfahrung wird auf dem Weg helfen. Für die anderen Teams gilt selbstverständlich das gleiche.

Für Wespen-Spieler Paul Philipp (in blau) und seine Zehlendorfer Teamkameraden war es sehr schwer, sich im Viertelfinale gegen die Defensivspezialisten des Mannheimer HC (mit Maske Moritz Himmler, rechts Jossip Anzeneder, links hinten Jan-Philipp Fischer) mit ihrem gewohnten Offensivhockey durchzusetzen. Foto: Ebeling
In wenigen Tagen wird die Süwag Energie Arena in Frankfurt-Höchst wieder ein Hallenhockey-Spektakel erleben. Unter den täglich gut 4000 Zuschauern werden sich auch die zwei Gewinner (samt Begleitung) unseres Gewinnspiels rund um das Final-Four 2026 befinden. Wir hatten in der DHZ-Ausgabe 42 und über unsere Online-Kanäle gefragt, welche drei Vereine bei den bisher drei Hallen-DM-Endrunden in Frankfurt (2023-25) sämtliche Meisterwimpel unter sich aufgeteilt haben. Unter den drei vorgegebenen Lösungsmöglichkeiten war (natürlich) Buchstabe C der richtige. Mannheimer HC (Damen 2024 und 2025; Herren 2024), Harvestehuder THC (Herren 2023 und 2025) und Düsseldorfer HC (Damen 2023) ließen keine anderen Clubs den Vortritt beim Griff nach den sechs Titeln.
Silvia Philipp (Mannheim) und Tim-Marlon Ankiewicz (Berlin) waren die Glücklichen in der gut gefüllten Lostrommel der richtigen Antworten. Wir wünschen viel Vergnügen!
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