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Kompromiss nimmt die Schärfe aus der Diskussion

07.07.2020 

Das Zustandekommen eines Kompromisses bringt es mit sich, dass die eine Seite die Argumente und Beweggründe der anderen Seite sieht und im besten Fall auch wertschätzt. Und am Ende findet man sich irgendwo in der Mitte, und jeder kann mit der gemeinsamen Lösung gut leben. Ob im konkreten Beispiel rund um die Thematik Deutsche Feldmeisterschaft der Jugend wirklich alles so rund gelaufen ist, wie eingangs beschrieben, sei dahingestellt. Jedenfalls steht in der Sache jetzt ein Kompromiss, und die Schärfe, die die öffentliche Diskussion in den ersten Tagen plötzlich hatte, ist mit der vereinbarten Lösung erst einmal vom Tisch.

Die Jugend-Verantwortlichen im Bund und in den Landesverbänden haben sehr wohl zur Kenntnis genommen, dass die frühzeitige Absage einer Deutschen Meisterschaft vielen ehrgeizigen Nachwuchsspielern, -mannschaften, -trainern und Clubs gehörig auf den Magen schlug. Andererseits mussten die Initiatoren von „Initiative Jugend DM in 2020“ erkennen, dass sich im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie die Handlungsoptionen der zuständigen Gremien keinesfalls einfach gestalten. Und dass Entscheidungen oft in viel komplexeren Zusammenhängen stehen, als sie auf den ersten Blick erscheinen. Insofern bestand für den Bundesjugendvorstand nach nochmaliger thematischer Befassung keine Notwendigkeit, bei den Beschlüssen eine Kehrtwende um 180 Grad zu vollziehen. Andererseits sehen die Kritiker ihre Argumente als verstanden und berücksichtigt an, wenn nun Saisonabschlussveranstaltungen unter DHB-Regie in die Planungen aufgenommen werden. Von inoffiziellen Deutschen Meisterschaften zu sprechen wäre eine tückische Sache und wird von den Amtsträgern deshalb auch tunlichst vermieden.

Ein ganz Großer - zunächst einmal rein physisch gesehen, aber auch von seinem nachhaltigen Wirken her – hat sich aus dem Kreis der Bundestrainer verabschiedet. Nach 13 Jahren in Diensten des DHB will sich Markku Slawyk auf seine eigentliche hauptamtliche Vereinsarbeit konzentrieren und mit seinem Rückzug auch einen Generationenwechsel in der Führung der weiblichen U16-Nationalmannschaft ermöglichen. Der 58-Jährige kann stolz auf seine Arbeit sein. Erstens war seine B-Jugend-Auswahl auch in immer wieder neuer personeller Besetzung führend in Europa, und aus diesem scheinbar unerschöpflichen Quell an Talenten kamen die Besten auch kontinuierlich oben im A-Kader an. Dass ihn diese Bilanz zufriedenstellt, erzählt Slawyk im DHZ-Interview.

Uli Meyer