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BL-Trainer bilden geschlossene Front

04.08.2020 

Da kommt auf den für die Bundesligen zuständigen neuen DHB-Vizepräsidenten Hanns-Henning Fastrich gleich eine harte Nuss zu, die es zu knacken gilt. Schriftlich informierten vorige Woche die Verantwortlichen der Vereinigung Hockeyliga e.V. und der Bundesligavereinsvertreterversammlung den Deutschen Hockey-Bund darüber, dass die Erstligaclubs gedenken, ihre Nationalspielerinnen nicht für die geplante Länderspielreise zu zwei Pro-League-Auswärtsspielen im April 2021 in den USA abzustellen. Weil zum gleichen Zeitpunkt ein Doppelspieltag in der Feld-Bundesliga angesetzt ist, befürchten die Vereine gerade am Ende der Ligaphase eine erhebliche Wettbewerbsverzerrung, wenn die Topspielerinnen in der Bundesliga fehlen sollten.

Um den betreffenden Spielerinnen den Entscheidungsdruck zu nehmen, haben sich die Vereinstrainer in dieser Frage zusammengetan und bilden eine geschlossene Front des Widerstands. Man argumentiert, dass man von Clubseite schon „enorm viele Kompromisse eingegangen“ sei, um den Nationalteams Termine freizuschaufeln. Aber beim Wochenende 10./11. April hat man sich offenbar verkeilt. Ausgang offen. Mehr Details dazu in der E-Paper-Ausgabe der DHZ (Nr. 25).

Es lohnt, sich dieser Tage einmal (wieder) mit der DHB-Spielordnung zu beschäftigen. Da sind mit Wirkung zum 1. August 2020 einige neue Bestimmungen wirksam geworden, die auch den Alltag vieler Clubs und Mannschaften betreffen. Der zuständige DHB-Vizepräsident Recht Christian Deckenbrock hat diese Veränderungen im zentralen Ordnungswerk in einem redaktionellen Beitrag zusammengefasst, so dass sie auch für SPO-Laien nachvollziehbar sein sollten. Wir veröffentlichen diesen Text in dieser DHZ-Ausgabe. Neben einigen corona-speziellen Anpassungen (beispielsweise zur Fortsetzung der Feldsaison 2019/20 im Spieljahr 2020/21) wurden auch andere aktuelle Entwicklungen berücksichtigt. So hat der gute, alte Spielerpass auf Papier ganz offiziell ausgedient. Im Passwesen ist die Zukunft (eigentlich auch schon die Gegenwart) eindeutig digital. Im Hallenhockey wird die Spielzeit bei den Erwachsenen verändert, der DHB schließt sich hier aber nicht komplett dem internationalen Weg an, indem er die Spielzeit zwischen Verhängung und Ausführung einer Strafecke nicht anhalten lässt, wie dies im Feldhockey mittlerweile gilt. Der Verband befürchtet, dass die Clubs Probleme bei ihrer Hallenbelegung bekommen könnten, wenn die Dauer eines Meisterschaftsspiels aufgrund vieler Zeitstopps weniger planbar sei.

Uli Meyer