21.01.2025
Man muss lange in den Hockey-Geschichtsbüchern zurückblättern, um eine vergleichbare Situation zu finden. Das letzte Mal, dass sich acht verschiedene Vereine die acht Teilnehmerplätze (Damen/Herren) bei einer Endrunde um die Deutsche Hallenmeisterschaft aufteilten, liegt 14 Jahre zurück. 2011 erbrachte der Ausgang der Viertelfinalspiele ein ähnliches Bild wie 2025: Keinem Club war es gelungen, sowohl seine weibliche als auch seine männliche Bundesligavertretung ins Final-Four zu bringen.
In der jüngeren Vergangenheit hatten vor allem Clubs wie Mannheimer HC, Rot-Weiss Köln oder Der Club an der Alster (um mal nur die absolute Spitze herauszupicken) es immer wieder geschafft, mit zwei heißen Eisen im Feuer das finale Turnier um den Meistertitel bestreiten zu können. Voriges Jahr gingen dann sogar beide Siegerwimpel in die gleiche Clubvitrine (MHC). Nun also werden wir in Frankfurt am kommenden Wochenende acht verschiedene Vereine bei der Hallen-Endrunde dabei haben, auch alle vier Regionen Hockey-Deutschlands sind vertreten, was ja auch nicht immer der Fall war (2024 zum Beispiel waren am Ende Nord- und Süd-Vertreter unter sich, alle Ost- und West-Vertreter waren im Viertelfinale hängen geblieben). Diese Breite ist sicherlich gut für den Ausrichter Hockeyliga e.V., ist doch das Interesse der Clubs so breit gefächert wie schon lange nicht mehr. Nach aktuellem Stand (21.1.) sind für den Halbfinaltag bereits 3300 Zuschauertickets verkauft, und für den Sonntag liegt die Marke gar bei 4250. Da fehlen zur Maximalauslastung in der Süwag Energie Arena lediglich noch 250 Tickets. Interessenten sollten sich sputen, wenn sie bei „Frankfurt 3.0“, dem dritten DM-Turnier in Folge in dieser tollen Arena, dabei sein wollen.
David Franco (Mitte) hat es mit seinem Gladbacher HTC zur DM-Endrunde geschafft. Für die Herren des Berliner HC (links Tino Volkert, rechts Liam Holdermann) war dagegen im Viertelfinale Endstation. Der BHC ist dafür erstmals seit 2016 wieder mit seinen Damen am Final-Four beteiligt. Acht Teams aus acht unterschiedlichen Clubs kämpfen am Wochenende in Frankfurt um die 63. Deutsche Hallenmeisterschaft bei Damen und Herren. Foto: Breithaupt
Eine sportliche Prognose zum Ausgang der 63. Deutschen Hallenmeisterschaft ist kaum möglich. Sicher ist nur eines: Zumindest bei den Herren wird ein anderer Verein den Meisterwimpel bejubeln können, Titelverteidiger Mannheimer HC ist im Viertelfinale hängengeblieben.
Im Januar-Magazin der Hockey Zeitung (DHZ 3) gibt es den zu Jahresbeginn üblichen Blick auf die zurückliegende Saison der deutschen Hockey-Nationalteams. Die wichtigsten statistischen Daten zu insgesamt 173 absolvierten Länderspielen im Jahr 2024 haben wir zusammengetragen. Das Ranking der jeweiligen „Top 10“, was Einsätze und Torerfolge angeht, mag nur eine Zahlenspielerei sein. Aber am Beispiel der beiden Haupttorschützinnen bei den Danas wird deutlich, was nach deren Abtritt von der internationalen Bühne an Abschlussqualität künftig nicht mehr zur Verfügung steht. Es wird eine schwere Aufgabe, diese Trefferquoten auf Jüngere zu übertragen.
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