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Eine Auszeichnung in außergewöhnlich jungen Jahren

25.11. 2025

Bedenkt man, dass sich seine Vorgänger als Welttorhüter alle nahe der 30-Jahre-Grenze (und darüber) befanden, als ihnen die Auszeichnung als „FIH Goalkeeper of the year“ zuteil wurde, dann unterstreicht das die außergewöhnliche Leistung von Jean Danneberg. Wenige Tage bevor der Stammkeeper der deutschen Herren-Nationalmannschaft von seiner Wahl zum besten Torhüter der Welt (für das Jahr 2025) erfuhr, konnte der Geehrte gerade mal seinen 23. Geburtstag feiern. Mit deutlichem Altersabstand zu den bisherigen sechs Auserwählten ist Jean Danneberg damit der jüngste Welttorhüter der Hockeygeschichte. Auch wir gratulieren zu der Auszeichnung.

Dass Jean Danneberg bei der Europameisterschaft im August 2025 nicht zum „Torhüter des Turniers“ gewählt worden war, hatte nicht nur mit der Klasseleistung des Franzosen Corentin Saunier zu tun, sondern vor allem mit der Logistik der Wahl der besten EM-Akteure. Die jeweiligen Coaches und akkreditierten Medienvertreter mussten schon vor den beiden abschließenden Medaillenspielen ihre Stimmpunkte einreichen. Womöglich hätten viele, die den Franzosen auf ihren Zettel geschrieben hatten, nach dem Finale ihr Votum zugunsten des überragenden deutschen Schlussmanns korrigiert. Solch einen Zeitdruck wie bei der Wahl eines besten EM-Torwarts gab es bei den „FIH Stars Awards“ zum Glück nicht. Und so hat sich dann am Ende der durchgesetzt, der den Preis wohl tatsächlich am meisten verdient hatte.

 

Jean Danneberg auf dem vorläufigen Höhepunkrt seiner Karriere: Die Nummer 1 im deutschen Kasten wurde zum Welttorhüter 2025 im Rahmen der FIH Hockey Stars Awards gewählt. Mit 23 Jahren ist Danneberg der mit Abstand jüngste Hockeykeeper, dem diese Ehre zuteil wurde. Das Beispiel seiner Vorhänger deutet an, dass die beste Phase seiner Karriere noch folgen kann. Foto: FIH

 

Gerade für die Torwartposition gilt – nicht nur im Hockey -, dass die besten Jahre einer Karriere normalerweise erst mit fortgeschrittenem Alter und entsprechender Erfahrung kommen. Die Herren Vanasch, Sreejesh oder Blaak dienen als beste Beispiele einer solchen Einschätzung. Wenn Jean Danneberg von schweren Verletzungen verschont und auch nach der FIH-Auszeichnung „auf dem Teppich“ bleibt, dann darf man sich im deutschen Hockey und bei den Honamas auf die Zukunft freuen. Zumal die internen Mitbewerber auf den Platz zwischen den Pfosten (Stadler, Onyekwue Nnaji) sicher weiter an ihrer Chance arbeiten werden und somit den gesunden Konkurrenzkampf aufrechterhalten.

In den nächsten Tagen beginnt einerseits der „Budenzauber“ in der Hallen-Bundesliga, aber auch die Feld-Weltmeisterschaft der U21-Teams. In Chile bei den Juniorinnen und in Indien bei den Junioren sind jeweils 24 Teams am Start – so viel wie nie in diesen Wettbewerben. Natürlich gibt es da auch einen neuen Modus. Weil in der Gruppenphase tatsächlich nur der Tabellenerste der sechs Vierergruppen sicher ins Viertelfinale einzieht (dazu die zwei punkt- bzw. torbesten Gruppenzweiten), darf man sich in der Vorrunde noch weniger als bisher einen Ausrutscher erlauben.    

 

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