24.02.2026
Die erste Hälfte der Deutschen Hallenmeisterschaften 2026 der Jugend ist durch. Im männlichen Bereich hatten es 14 verschiedene Clubs mit zusammen 24 Mannschaften zu den drei DM-Turnieren geschafft. Größter Gewinner war (nicht zum ersten Mal) der Harvestehuder THC, der in allen drei Wettbewerben im Finale stand und am Ende zwei blaue Siegerwimpel (MU18, MU14) mit nach Hamburg nehmen konnte. Rot-Weiss Köln verhinderte bei der MU16 den HTHC-Hattrick. Die ausführlichen Berichte zu den Turnieren in Gelsenkirchen, Lübeck und Neunkirchen gibt es in der aktuellen Digitalausgabe der Deutschen Hockey Zeitung (DHZ 8). Und am kommenden Wochenende geht es im weiblichen Bereich weiter. Wieder hat Harvestehude (aber auch Münchner SC und Uhlenhorst Mülheim) drei Eisen im Feuer. Wir sind gespannt.
Die Vergleiche mit anderen Mannschaftssportarten und deren Wettbewerben hinken meist ein wenig, wenn man manche Situation im Hockey veranschaulichen will. Aber wagen wir es trotzdem mal wieder: Man stelle sich also vor, ein deutscher Fußball-, Handball- oder Volleyballverein hat sich auf nationaler Ebene an die Spitze gespielt und darf deshalb sein Land in der nächsten Saison in einem Europapokal-Wettbewerb vertreten. Welch Stolz und Ehre! Auch wenn „zuhause“ das normale Business weiterläuft, wird das dazugekommene „internationale Geschäft“ mit besonderem Ehrgeiz und bestmöglichem Personal wahrgenommen.
Im Hockey ist das mitunter nicht so. Die Damen des Mannheimer HC sind als Deutscher Hallenmeister 2025 vergangenes Wochenende mit einer punktuell verstärkten U18-Mannschaft zum Europacup der Hallen-Landesmeister gefahren. Während der MHC-Bundesligakader von der sportlichen Vereinsführung eine kurze schöpferische Pause zwischen Hallen-Final-Four und Vorbereitung auf die Feld-Rückrunde und vor allem die Euro Hockey League an Ostern verordnet bekam, sollte die zusammengewürfelte Mannheimer Reisegruppe in Polen zumindest den deutschen Abstieg aus der höchsten Europacup-Division verhindern. Der Worst Case ist nicht eingetreten, sportlich konnten die MHC-„No Names“ als Turniervierter das gesetzte Ziel erreichen.
Statt mit den Stammspielerinnen aus dem Bundesligakader bestritten die Damen des Mannheimer HC den Hallen-Europacup in Polen mit vielen Nachwuchskräften wie der 17-jährigen Hannah Reichert (Nr.22) und nur wenigen Routiniers wie Anissa Korth (rechts) und Clara Roth (Nr. 20). Mit Platz vier wurde der vom MHC zum Ziel gesetzte Klassenerhalt erreicht - und das sogar schon nach den ersten beiden Turnierspielen am Freitag. Foto: Worldsportpics
Sogar eine Absage schien im Vorfeld wohl eine Option gewesen zu sein, auch wenn der MHC diese „partout vermeiden“ wollte, so der Sportliche Leiter Nicklas Benecke gegenüber der DHZ. Darunter gelitten hätte nicht nur der Ruf des Mannheimer HC und des deutschen Hockeys, sondern ganz handfest der Düsseldorfer HC. Denn die DHC-Damen hätten als DM-Gewinner 2026 im kommenden Jahr nicht um den Pokal spielen dürfen, sondern sich erstmal um den deutschen Wiederaufstieg kümmern müssen. Das gab es in der Geschichte des Hallen-Europacups tatsächlich schon mal: Rot-Weiss Köln sagte 2022 bei den Herren aus personellen Gründen ab. Wer musste die Suppe damals auslöffeln? Der Mannheimer HC.
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