31.03.2026
Das berühmte Wagener-Stadion im Amsterdamer Vorort Amstelveen wird nicht nur in diesem Jahr als Co-Austragungsort der Weltmeisterschaften (zusammen mit dem belgischen Wawre) mit Mittelpunkt des Hockeyinteresses stehen. Bereits jetzt ist das nächste Großevent für das niederländische „Hockey-Mekka“ fest gebucht. Das Executive Board des Kontinentalverbandes EuroHockey vergab vorige Woche die Doppel-Europameisterschaft (Damen/Herren) 2029 an den Königlich Niederländischen Hockey-Bund, der diese EM (natürlich) in seinem Wohnzimmer namens Wagener-Stadion durchführen wird. Die Mitbewerber Spanien und Belgien waren leer ausgegangen. Deutschland hatte seinen Hut für 2029 erst gar nicht in den Ring geworfen.
Schon 2027 (in London) wird die Kontinentalmeisterschaft nicht mehr in dem seit 2005 gewohnten Format mit acht Mannschaften in der Topklasse über die Bühne gehen. Beschlossen war die Aufstockung von acht auf zwölf Teilnehmer schon vor längerer Zeit, doch der ursprünglich damit einhergehende Modus mit ausschließlich K.O.-Spielen hat die EuroHockey-Führung 2025 nach offenbar massiven Protesten auf unterschiedlichsten Ebenen klammheimlich wieder einkassiert. Ohne es wahnsinnig offensiv an die große Glocke zu hängen, hat EuroHockey vor einigen Wochen schon ein neues Konzept vorgelegt. Die Absicht, „für mehr Ausgeglichenheit und spannende Spiele auf allen Ebenen zu sorgen und gleichzeitig mehr Nationen die Möglichkeit zu geben, sich auf europäischer Ebene zu beweisen“ (so die Formulierung in einem offiziellen Bulletin), brachte ein neues Konstrukt hervor, wonach die stärksten sechs Nationen (gemäß Weltrangliste) in zwei Dreiergruppen A und B aufgeteilt werden und die weiteren sechs Teilnehmer in den Dreiergruppen C und D spielen. Lediglich die Gruppensieger von C und D kommen ins Viertelfinale, dazu alle sechs Teams von A und B (mit jeweiliger Zuordnung für das Viertelfinale: Sieger A gegen Sieger D; Sieger B gegen Sieger C; Zweiter A gegen Dritter B; Zweiter B gegen Dritter A). Ob das alles der Weisheit letzter Schluss ist, wird sich zeigen. Wir werden zu gegebener Zeit ausführlicher darüber berichten.
Das neue Format (ab 2027) der feldhockey-Europameisterschaft in vier Etappen kurz erklärt. Die Aufstockung von zuletzt acht auf neu zwölf Mannschaften bei Damen und Herren macht nicht nur eine Modusveränderung notwendig, sondern auch die Veranstaltung länger. Aus zuletzt zehn EM-Tagen in Mönchengladbach werden im Sommer 2027 schon zwölf Tage. Gespielt wird vom 28. Juli bis 8. August in London und Umgebung. Foto: Screenshot Eurochamps27.com
Ganz frisch auf dem Markt ist die Meldung, dass sich der Harvestehuder THC ab kommender Feldsaison 2026/27 die Dienste von Zafer Kir als neuer Trainer der HTHC-Bundesliga-Herren gesichert hat. Die aktuell tätigen Paul Pongs und Tobias Lietz ziehen sich nach der laufenden Saison auf eigenen Wunsch hin aus der Trainerverantwortung zurück. Kir, seit Sommer 2022 beim Mannheimer HC als Co-Trainer von Chefcoach Andreu Endrich tätig, ist am Hamburger Voßberg wahrlich kein Neuling, führte der 39-jährige Niedersache mit türkischen Wurzeln doch den HTHC-Nachwuchs in seiner ersten Schaffensphase im Norden zu Meistertiteln 2019 und 2022. Kir legte auch die strukturellen Grundlagen, aus denen sich Harvestehude zur führenden Adresse im deutschen Nachwuchshockey entwickeln konnte. „Es ist etwas ganz Besonderes für mich, an den Voßberg zurückzukehren – hier hat meine Reise als Trainer vor langer Zeit begonnen“, wird Zafer Kir in der Pressemitteilung des HTHC zitiert.
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