28.04.2026
Wir haben es zuletzt schon ein paar Mal thematisiert, und die jüngste sportliche Entwicklung bestätigt uns in dieser Sache: Das mit Abstand Spannendste an und in der 1. Bundesliga ist gerade der Kampf um die wenigen noch freien Plätze im Play-off. Während für viele Erstligisten schon mehr oder weniger lange klar ist, ob sie in der finalen Phase der Feldsaison unter den besten Acht der Tabelle um den DM-Titel mitspielen werden oder ob es ausschließlich noch um den Klassenerhalt im Oberhaus geht, so bewegen sich einige wenige Mannschaften genau im Grenzbereich zwischen Viertelfinale und Abstiegsrunde.
Mit zwei Kapitänen von Teams aus dieser heißen Tabellenzone haben wir diese Woche unsere Bundesliga-Interviews geführt. Hannes Müller von den auf den neunten Platz zurückgefallenen Herren des UHC Hamburg und Paul Brux von den auf Position acht stehenden Damen von Rot-Weiss Köln geben exklusive Einblicke, wie sie zusammen mit ihren Mannschaften diese auch mental schwierige Situation meistern wollen. Wenn UHC und RWK ihr Zwischenziel, die Play-off-Teilnahme, in den letzten drei Spieltagen noch erreichen sollten, könnten sie mit gewisser Erleichterung nach Höherem greifen. Sollte es jedoch schiefgehen, wäre es umso wichtiger, ganz schnell den Schalter umlegen zu können. Die gewonnen rund 30 Punkte aus der Ligaphase wären dann kaum noch was wert. Es ginge dann plötzlich in zwei oder maximal drei Spielen um die Vermeidung des Abstiegs, und das gegen einen Gegner, der sich über Wochen und Monate auf das Szenario einstellen konnte. Es bleibt spannend.

Kölns Mannschaftskapitänin Paula Brux (in rot) am vergangenen Samstag im Bundesligaspiel beim Berliner HC (rechts Luzie Franz). Die Partie endete 1:1, das Shoot-out gewann Rot-Weiss mit 3:2. Am Ende waren es zwei wichtige Punkte für Köln im engen Rennen um die Play-offs. Die Abstände zwischen Köln, Großflottbek und Bremen sind minimal. Einer aus diesem Trio wird am Ende den Kürzeren ziehen und muss sich dann um seinen Klassenerhalt küpmmern. Foto: F.Ebeling
Kurz vor Redaktionsschluss dieser DHZ-Ausgabe kam noch die Meldung auf den Markt, dass Hockey5 in das Programm der World Games 2029 aufgenommen wurde, die von 19. bis 29. Juli in Karlsruhe stattfinden werden. Die alle vier Jahre stattfindenden World Games sind eine der weltweit größten Multisportveranstaltungen mit mehr als 30 Sportarten und Disziplinen, die nicht im olympischen Programm enthalten sind. „Wir freuen uns, dass die World Games 2029 nach Deutschland kommen und Hockey im Rahmen der Games präsent ist. Zusammen mit der FIH haben wir in den vergangenen Wochen und Monaten daran gearbeitet, Hockey 5 als neueste Form des Hockeysports in das moderne Umfeld der World Games zu integrieren. Dass es uns mit Hockey 5 gelungen ist, zeigt mal wieder die Innovationskraft von Hockey. Die World Games sind für Hockey 5 eine echte Chance, die wir nutzen möchten, um dieses Format in Deutschland zu etablieren", sagt DHB-Sportvorstand Martin Schultze.
Da es ja auch hockey-intern schon länger eine beachtliche Entwicklung von Hockey5 gibt (der Weltverband hat ja bereits 2024 erste Weltmeister ausspielen lassen), war es längst ratsam, auch im deutschen Hockey eine Strategie zu dieser Variante zu entwickeln.
Mehr Analysen und Geschichten in der neuen Ausgabe der Hockey-Zeitung. Zum Download der aktuellen Ausgabe geht es hier.

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