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Comeback, Abschied, Taschenrechner und Spielordnung

06.05.2026 

Die Titelseite unserer heutigen Ausgabe der Deutschen Hockey Zeitung ziert das Bild eines Spielers, der sich einfach abhebt von der Masse und der selbst in den höheren Kreisen der international agierenden Hockeyathleten vergleichsweise schon deutlich mehr Aufmerksamkeit erfahren hat. Das liegt einfach an seinem unglaublichen Talent, das ihm in die Wiege gelegt wurde und aus dem er mit akribischer Arbeit auch sehr viel gemacht hat. Aber dazu gehört auch seine schier unendliche Leidensgeschichte mit Sportverletzungen, die zu langen Ausfallzeiten geführt haben. Die Rede ist von Timm Herzbruch.

Am vergangenen Samstag stand der Mülheimer erstmals seit dem 12. Mai 2024 wieder in einem Punktspiel auf dem Hockeyplatz. Komplette zwei Jahre musste Herzbruch vor allem sein geschädigtes Knie wieder auf Vordermann bringen, nachdem der 28-Jährige seit 2017 von den Folgen eines Kreuzbandrisses immer mal wieder heimgesucht wurde. Hoffen wir für ihn das Beste, dass es nun keine Rückschläge mehr gibt.

 

Bei seinem Comeback nach zweijähriger Verletzungspause traf Mülheims Sturmikone Timm Herzbruch (in weiß) im Heimspiel gegen den Gladbacher HTC (links Lukas Pfaff, rechts im Vordergrund Jared Cass) schon nach elf Minuten zum 2:0, am Ende hieß es 6:2 für die Uhlenhorster. Im zweiten Wochenendspiel wurde Herzbruch aus Gründen der Belastungssteuerung geschont. Foto: Kramhöller

Während Timm Herzbruch also wieder auf der Bühne zurück ist, hat sie ein anderer am Wochenende für immer (was den Leistungssport angeht) verlassen. Marco Miltkau sagte nach dem letzten Heimspiel seines HC Bloemendaal „Tschüss“. Der 35-jährige Angreifer, der 163 Mal das Trikot der deutschen Herren-Nationalmannschaft trug und zum Team der deutschen Weltmeister 2023 und Olympia-Silbermedaillengewinner 2024 zählte, beendet seine Laufbahn. Während der EM 2025 in Mönchengladbach wurde das Schusskreis-„Phantom“ bereits vom DHB offiziell aus dem Nationalkader verabschiedet.

Die 1. Bundesliga steht am kommenden Sonntag vor einem spannenden Abschluss der Ligaphase. Bei den Herren gibt es ein echtes Endspiel um den letzten freien Play-off-Platz zwischen dem Mannheimer HC und dem Crefelder HTC. Der amtierende Meister Krefeld muss gewinnen, um seine Titelverteidigung nicht vorzeitig abschreiben zu müssen. Bei den Damen braucht man sogar den Taschenrechner und die Spielordnung, um für alle Fälle gewappnet zu sein. Sollte nämlich der Bremer HC beim Großflottbeker THGC das Kunststück hinbekommen, den Hamburger Gastgeber mit 5:0 zu bezwingen, dann stünden beide Teams mit 29 Punkten und dem exakt gleichen Torverhältnis von 29:32 in der Abschlusstabelle. Wer dieser beiden darf dann ins Viertelfinale und wer muss in die Abstiegsrunde? Die Spielordnung der Hockeyliga gibt Aufschluss: Das Team mit mehr errungenen Siegen bekommt dann Vorrang. Hier liegt der GTHGC (8) vor Bremen (bislang 5). Der BHC braucht also einen Sieg mit mindestens sechs Toren Vorsprung, um Flottbek zu überholen. Ein 5:0 würde nur dann reichen, wenn gleichzeitig Köln beim Club an der Alster mit sieben Toren Unterschied verliert. Dann wäre nämlich noch Rot-Weiss raus aus dem Rennen.

Alles viel Theorie. Und trotzdem belegen die Zahlen, wie äußerst spannend es in dieser Feldsaison zugeht.

 

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