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Kräfteverhältnisse nicht in zwei Spielen auf den Kopf gestellt

26.05.2026 

Die Beantwortung der Meisterfrage steht noch ein paar Tage aus, dafür fielen über das Pfingstwochenende schon einige Saisonentscheidungen in der höchsten deutschen Spielklasse. Dazu gehört, dass alle Mannschaften, die voriges Jahr ins Feld-Oberhaus der Damen und Herren eingezogen waren, schon nach einer Spielzeit wieder die 1. Bundesliga verlassen müssen. Das ist kein Einzelfall, sondern eher die Regel. Es ist schon schwer genug, als Meister der zweiten Liga die höchste Ebene zu erreichen. Aber sich dort oben zu halten, ist noch einmal eine andere Kunst, an der viele scheitern.

Dabei hat der aktuelle Spielmodus der 1.Bundesliga durchaus noch einen „Rettungsanker“ in den Regularien. So steigt der Tabellenletzte der Hauptrunde nicht automatisch ab, sondern bekommt die Chance, sich über Play-down-Spiele zu retten, egal wie enttäuschend die Saison verlief. In der laufenden Runde führte das zum fast schon absurd klingenden Aufeinandertreffen eines Teams mit 0 Punkten mit einer Mannschaft, die 34 Punkte in 22 Saisonspielen gesammelt hatte. Auf Augenhöhe ging es in einer „best of three“-Serie um den Klassenerhalt. Letztlich wurden die Kräfteverhältnisse einer ganzen Saison nicht in zwei Spielen auf den Kopf gestellt. Tatsächlich stiegen heuer sowohl bei Damen als auch Herren die Mannschaften auf den letzten zwei Tabellenplätzen ab.

 

Patrick Fritsche (im schwarzen Shirt) konnte seinen Abschied beim Münchner SC trotz hohem Druck und maximaler sportlicher Spannung am Ende genießen. Dem Cheftrainer der MSC-Herren gelang im Play-down-Duell mit dem Gladbacher HTC der Klassenerhalt in der 1. Bundesliga. Nach neun Jahren in München geht Fritsche als Sportdirektor zum Club an der Alster nach Hamburg. Im Interview mit der Deutschen Hockey Zeitung sagte der 36-Jährige einen bemerkenswerten Satz: „Ich habe mich weniger damit beschäftigt, was die Leute denken, wenn ich komme – sondern eher damit, was sie sagen, wenn ich gehe.“ Foto: Leuschner

 

Doppelt gerettet im Play-down hat sich der Münchner SC. Damen und Herren des südlichsten deutschen Erstligisten behaupteten sich hauchdünn. Der nach neun Jahren scheidende MSC-Trainer Patrick Fritsche kann mit großer Befriedigung seinen Wechsel nach Hamburg (als Sportdirektor des Club an der Alster) antreten. In Dyn-Interview wie auch im exklusiven Gespräch mit der Deutschen Hockey Zeitung (Ausgabe 20) sagte Fritsche einen bemerkenswerten Satz: „Ich habe mich weniger damit beschäftigt, was die Leute denken, wenn ich komme – sondern eher damit, was sie sagen, wenn ich gehe.“

Der „Urvater“ des Hockey-Internets in Deutschland, Dr. Jürgen-Michael Glubrecht, feiert morgen, am 27. Mai, seinen 80. Geburtstag. Wir gratulieren „Ben“ vorab zu diesem stolzen Jubiläum. Ehrungen als Dank für sein vielfältiges Engagement im Hockey, im Verein (Berliner SC), als langjähriger Vorsitzender des Ostdeutschen Hockey-Verbandes, aber vor allem in seiner Rolle als „Masterbrain“ bei der Schaffung und Ausgestaltung eines bundesweiten Internetportals, zuerst für den reinen Ergebnis- und Nachrichtendienst und später dann als ausgeklügelte Organisationsplattform (Passwesen, elektronischer Spielberichtsbogen, Ligenverwaltung etc.) hat Glubrecht schon viele bekommen. Auch wenn seit wenigen Jahren nun jüngere Kräfte das operative Geschäft bei hockey.de leiten und technisch weiterentwickelten, so profitieren wir im Prinzip auch heute noch vom langjährigen Webmaster des DHB. Danke, Ben!

 

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