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Dem Ziel "Gold in LA 2028" wird alles untergeordnet, auch eine WM

16.06.2026 

Der Einstieg in die zweite Saisonhälfte der FIH Pro League 2025/26 ist den beiden deutschen Mannschaften geglückt. Insbesondere den Danas gelang ein regelrechter Befreiungsschlag. Worauf die Truppe von Bundestrainerin Janneke Schopman in den ersten acht Partien im Dezember und Februar noch vergeblich warten musste, glückte nun am vergangenen Wochenende in London gleich doppelt: ein Sieg. Das deutsche Team konnte mit der Sechs-Punkte-Beute gegen Gastgeber England die ungeliebte Rote Laterne des Tabellenschlusslichts an Australien abgeben und hat somit einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Wichtig bleiben die kommenden Partien gegen Australien (in London) und dann in der kommenden Woche in Berlin gegen China und Irland natürlich trotzdem noch.

Die weniger von Abstiegssorgen aus der Weltliga geplagten deutschen Herren hatten am Samstag gegen Olympiasieger Niederlande die drei Punkte schon zum Greifen nahe, am Ende sind dann zumindest zwei Zähler aufs Konto gegangen. Für die Honamas dienen die verbleibenden Partien in der Pro-League-Saison ganz überwiegend zum Finden und Einspielen des Kaders für die Weltmeisterschaft. Ob bei der WM ab Mitte August Gonzalo Peillat im deutschen Kader stehen würde, darüber konnte man zuletzt nur spekulieren. Seine Mitte November 2025 im Heimtraining erlittene Knieverletzung (Kreuzbandriss) schien damals einen zeitlichen Wettlauf in Gang zu setzen, ob der Ecken-Hauptschütze bis zur WM wieder rechtzeitig einsatzfähig sein würde. Vorige Woche nun klärte Bundestrainer André Henning in einem Pressegespräch auf, dass intern die Entscheidung, auf Peillat bei der WM verzichten zu wollen, „eigentlich schon drei Tage nach der Verletzung klar war“. Früh sei man gemeinsam, auch in Absprache mit der medizinischen Abteilung, zur Erkenntnis gekommen, sich dem erhöhten Risiko eines Rückfalls bei einer aufs Tempo drückenden Rekonvaleszenz nicht aussetzen zu wollen. Für das „gemeinsame Ziel: Gold in LA 2028“ (Henning) wird alles andere untergeordnet.

Auf die Strafecken von Gonzalo Peillat (rechts), wie hier im olympischen Halbfinale von Paris 2024 gegen Indien, muss die deutsche Herren-Nationalmannschaft bei der anstehenden Weltmeisterschaft verzichten. Peillat soll sich von seinem im November 2025 zugezogenen Kreuzbandriss ohne Zeitdruck erholen, um das Risiko einer erneuten Knieverletzung im Hinblick auf längerfristige sportliche Ziele möglichst zu minimieren. Foto: Kaste

Der Bundestrainer betonte auch, dass die nach außen hin zwar bedeckt gehaltene, aber intern frühe Klarheit in der Personalie Peillat „hilfreich für den Prozess des Ersetzens in Richtung WM“ gewesen sei. So wurden vor allem Benedikt Schwarzhaupt und Jakob Brilla damit betraut, in der Abwehr und als Eckenschütze in die Fußstapfen von „Gonzo“ zu treten. Wie das Personalpuzzle konkret aufgeht, will André Henning voraussichtlich erst Mitte Juli nach einem abschließenden Trainingslager in Form der endgültigen WM-Nominierung bekanntgeben. Damen-Bundestrainerin Janneke Schopman plant die Bekanntgabe ihres Kaders für die Weltmeisterschaft „so früh wie möglich“. Intern sollen die 18 Tickets für das sportliche Highlight 2026 bereits am Tag nach dem Pro-League-Abschluss in Berlin verteilt werden.

 

 

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