DEUTSCHE
HOCKEY ZEITUNG

Mit Hockey erhalten Sie wertvolle Tipps und Informationen rund um den Hockeysport.

Nicht im "Klagemodus", aber berechtigte Forderungen bleiben

30.06.2026 

Wenn die Alternative Dauerregen und Kälte gewesen wäre, dann hätten die Besucher auf dem Zehlendorfer Ernst-Reuter-Sportfeld sicher noch mehr zu klagen gehabt. Ohne Überdachung der Tribünen wären die Zuschauer den kleineren oder dümmstenfalls größeren Wassermassen einigermaßen schutzlos ausgeliefert gewesen. So waren es in den letzten Tagen der Berliner Pro-League-Woche „nur“ die Sonnenstrahlen, mit denen die Gäste, aber natürlich und vor allem auch die Athletinnen und Athleten auf dem Kunstrasen zu kämpfen hatten. Erbarmungslos knallte die Sonne vom Himmel herunter und trieb die Temperaturen in bedenkliche Höhen. Am Wochenende kletterte das Thermometer an die 40-Grad-Marke heran, auf dem Spielfeld selber sollen am Samstag sogar 48 Grad Celcius gemessen worden sein.

Wahrlich kein Wetter für Hochleistungssport. Von „gesundheitsgefährdenden Zuständen“ (Bundestrainer André Henning) und „Körperverletzung“ (Kapitän Tom Grambusch) sprachen zwei führende Vertreter der am Samstag betroffenen deutschen Herren, die trotz der klaren Worte nicht in den „Klagemodus“ (Henning) verfielen und den Hitzeschlauch so gut es ging durchstanden. Gleichwohl bleibt die berechtigte Forderung des Bundestrainers an die Verantwortlichen beim Weltverband, künftig proaktiv Maßnahmen zu ergreifen, um die Gesundheit der Spieler zu schützen. Beim parallel laufenden Pro-League-Spieltag in Belgien hat das mit einer kurzfristigen Verschiebung der Ansetzungen raus aus der heißesten Tageszeit offenbar geklappt. In Berlin leider nicht.

Mit kühlenden Handtüchern, viel Wasser und weiteren Hilfsmitteln versuchten die Spieler, mit der enormen Hitze auf und um den Kunstrasenplatz am Berliner Ernst-Reuter-Sportfeld klarzukommen. Foto: Worldsportpics

Sportlich haben die Berliner Tage die beiden deutschen Mannschaften im Sinne der WM-Vorbereitung spürbar vorangebracht. Die Danas wahrscheinlich noch mehr als die Honamas. Damen-Bundestrainerin Janneke Schopman hat ihr Team für die Weltmeisterschaft beisammen, leider ist die namentliche WM-Nominierung bis zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe der Deutschen Hockey-Zeitung noch nicht an die Öffentlichkeit gelangt.  

Vergangene Woche hatten wir an dieser Stelle die Ausrichter der Hallen-Europameisterschaften 2028 vermeldet, das polnische Gniezno für das 24. Turnier der Herren und die österreichische Hauptstadt Wien für die 25. EM-Auflage der Damen. Kaum war diese Nachricht verklungen, hat der europäische Verband EuroHockey bereits die nächsten Pflöcke eingeschlagen. Indem er nämlich schon die Hallen-EM 2030 vergeben hat, und zwar nach Brüssel. Im Rahmen des 200. Geburtstages des belgischen Staates in der heutigen Form wird die Hallen-EM erstmals als Doppelveranstaltung für Damen und Herren im Januar 2030 in der belgischen Metropole stattfinden. Wer im „Brüssel Expo“, einer Halle mit rund 5000 Besucherplätzen, teilnehmen darf, wird bei der EM 2028 sportlich ermittelt.

 

Mehr Analysen und Geschichten in der neuen Ausgabe der Hockey-Zeitung. Zum Download der aktuellen Ausgabe geht es hier

Mit der Hockey-Zeitung halten wir alle Hockeyfreunde auf dem Laufenden. Hier geht es zur aktuellen E-Paper-Ausgabe der DHZ. In unserer News-Rubrik und natürlich auf unseren Social Media Kanälen auf Facebook und Instagram gibt es ebenfalls aktuelle Nachrichten und jede Menge Diskussionsstoff von unserem Redaktionsleiter Uli Meyer und weiteren Mitarbeitern.