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WM-Neulinge sorgen für gelungenen Turnierauftakt der Danas

Selbst die Umstellung auf „britisches Wetter“ konnte den deutschen Damen nichts anhaben. Durch einen 3:0 (2:0)-Sieg über Schottland ist ihnen am Samstagvormittag der Auftakt in die Weltmeisterschaft bestens gelungen. Die WM-Debütantinnen Yani Zhong, Johanna Hachenberg und Lynn Krings schossen die Treffer.

 

War es in den Tagen zuvor drückend heiß und trocken, so zogen am ersten Spieltag Wolken über Wavre auf, die nicht nur den Sonnenschein gehörig eindämmten, sondern sogar ein paar dezente Regentropfen fielen ließen. Den Spielerinnen beider Teams konnte das nur recht sein.

Das deutsche Team (ohne Hanna Rothländer und Sara Strauss im Spieltagskader) startete ohne große Nervosität und hatte die Partie schon nach wenigen Minuten gut unter Kontrolle. Während die im deutschen Tor beginnende Finja Starck im ersten Viertel völlig ungefordert blieb, drängte die DHB-Auswahl den Gegner immer weiter in deren Hälfte zurück. Die Schottinnen schafften es bis zur ersten Pause, ihren Kreis noch einigermaßen sauber zu halten, auch wenn Deutschland bereits hier ein paar aussichtsreiche Ballpositionen erarbeiten konnte.

Gleich mit Beginn des zweiten Viertels wurde es dann auch zwingender. Hachenberg holte die erste Ecke (16.; der Schlenzer von Stine Kurz wurde von Schottland abgelaufen), Zhong und Wiedermann zwangen Jessica Buchanan zu ersten Paraden. Doch in der 20. Minute war die schottische Keeperin geschlagen. Nach Vorarbeit von Stoffelsma über rechts gelangte der Ball im Kreis zu Yani Zhong, die nach der Annahme sofort mit der Rückhand abzog. Noch abgefälscht von einem schottischen Schläger schlug der Ball hoch im Netz ein – 1:0. Einen besseren Zeitpunkt für ihr erstes Länderspieltor im 17. Einsatz hätte es kaum geben können.

Unmittelbar danach sorgte Schottland für seinen einzig nennenswerten Vorstoß, doch Davidsmeyer störte noch erfolgreich vor der einschussbereiten Burnet (21.). Bald danach erhöhte Deutschland, als Johanna Hachenberg nach einem Schlenzanspiel über links frei bis zur Torhüterin vordringen konnte. Ihr erster Abschluss blieb noch an Buchanan hängen. Doch bei der Nachfassaktion klappte es dann, auch dank des abfälschenden Schlägers der Verteidigerin Steiger, umso besser – 2:0 (25.).

Die zur Halbzeit eingewechselte Torhüterin Nathalie Kubalski hatte dann schon deutlich mehr zu tun als Kollegin Starck. Denn Schottland schaffte es im dritten Viertel, das Geschehen deutlich ausgeglichener zu machen. So musste Kubalski gegen Jamieson und McEwan (44.) zweimal gekonnt eingreifen, um den schottischen Anschlusstreffer zu verhindern. Deutschlands Offensivaktionen waren deutlich weniger geworden. Nur ein feines 3D-Dribbling von Heusgen (35.) und die erneut geblockte zweite Kurz-Ecke (42.) waren zu notieren.

Im Schlussviertel hatte die DHB-Auswahl den Gegner wieder besser unter Kontrolle. Nur noch einmal bekam Kubalski etwas zu tun (47.). Auf der anderen Seite hatten Micheel (51.) und Fleschütz (54.) das 3:0 auf dem Schläger, welches dann in der Schlussminute doch noch fiel. Lynn Krings hatte die dritte deutsche Ecke herausgeholt und war dann auch die Torschützin, weil sie in den Flachschlenzer von Lilly Stoffelsma noch ihren Schläger reinhielt.

„Wir waren direkt wach und hatten auch nur eine schwächere Phase im dritten Viertel“, zeigte sich Torschützin Yxani Zhong „sehr zufrieden“ über den gelungenen Auftakt. Auch Bundestrainerin Janneke Schopman konnte den WM-Start positiv abhaken: „3:0 ist gut, auch wenn wir vielleicht noch ein paar Tore mehr hätten machen können. Wir sind gut drauf, waren bereit für den Start.“

Lynn Krings vor der schottischen Torhüterin Jessica Buchanan. Foto: Wroldsportpics