15.08.2026 – Im Beisein ihres jungen Ministerpräsidenten Rob Jetten starten die niederländischen Herren am Sonntag dank einer guten zweiten Halbzeit mit einem Sieg über Neuseeland ins Turnier. Auch Belgiens Damen landen einen Auftakterfolg. Zu notieren gibt es auch noch eine WM-Premiere bei den Schiedsrichtern.
Was beim Hockeyturnier 2024 in Paris seine olympische Premiere feierte, kommt heute auch bei einer Hockey-Weltmeisterschaft zum ersten Mal zur Anwendung: ein Schiedsrichterpaar, bestehend aus einer Frau und einem Mann. Die Engländerin Rachel Williams und der Neuseeländer Gareth Greenfield leiten in Wavre als „mixed gender Umpires“ die Herrenpartie Australien gegen Irland. Der dreifache Weltmeister aus Down Under setzt sich mit drei Eckentoren von Joel Rintala (7./23.) und Blake Govers (27.) aus nur vier Versuchen mit 3:1 (3:0) über die Iren durch, die durch Alistair Empey (E, 54.) nur noch verkürzen können.
Der neben Australien zweite Favorit in der Gruppe C, Spanien, startet ebenfalls erfolgreich in die WM. Gegen Südafrika gibt es für den EM-Dritten einen x:x (3:0)-Auftakterfolg. Marc Reyne (12.) und José Basterra (13./28.) legen bereits bis zur Halbzeit die Basis, Mustaphaa Cassiem kann für den Afrikameister lediglich noch verkürzen (E, 45.).
Auch für die südafrikanischen Damen ist in ihrem ersten Spiel nichts zu holen. Gegen England gibt es in Amsterdam ein klares 0:4 (0:3). Darcey Bourne (E, 10.), Tessa Howard (13.), Elizabeth Neal (30.) und Sophie Hamilton (41.) treffen für die Britinnen.
Die indischen Damen um Stürmerin Sunelita ärgerten Favorit China beim 2:2-Unentschieden. Foto: Worldsportpics
China, als Weltranglisten-Vierter Kopf der Damen-Gruppe D, wird seiner Position zum Auftakt nicht gerecht. Gegen Indien gibt es für die Schützlinge von Trainerlegende Alyson Annan lediglich ein 2:2 (1:2). Dabei müssen die Chinesinnen in der Neuauflage des Endspiels der Asienmeisterschaft 2025 (4:1 für China) sogar zwei Mal Rückständen hinterherlaufen. Ying Zhang (7m, 15.) und Ning Ma (E, 39.) gleichen die indischen Führungen durch Navneet Kaur (8.) und Deepika (E, 25.) aus.
Ministerpräsident Rob Jetten (im orangenen Shirt, rechts daneben FIH-Präsident Tayyab Ikram und der niederländische Hockeyverbandspräsident Erik Klein Nagelsvoort) während des Spiels der niederländischen Herren gegen Neuseeland. Foto: Worldsportpics
Vor den Augen des niederländischen Regierungschefs Rob Jetten als Ehrengast auf der vollbesetzten Tribüne des Wagener-Stadions starten die holländischen Herren in die WM. Der aktuelle Olympiasieger kommt schwer in die Gänge und gerät nach einem Fehler von Torwart Derk Meijer, der einen zunächst gehaltenen Ball nicht aus der Gefahrenzone bekommt, durch James Hickson (23.) in Rückstand. Erst nach der Pause spielt der Favorit druckvoller und kann durch Tore von Tjep Hoedemakers (35./50.), Duco Telgenkamp per Eckennachschuss (41.), Thierry Brinkman (49.) und Koen Bijen (E, 53.) das Ergebnis noch zum klaren 5:1 (0:1)-Sieg drehen.

Mit zwei Treffern half Tjep Holdemakers (Mitte) beim 5:2-Sieg der niederländischen Herren gegen Neuseeland maßgeblich mit. Foto: Worldsportpics
Gegen den anderen WM-Gastgeber sind auch die neuseeländischen Damen trotz Führung am Ende ein klarer Verlierer. Belgien steckt das frühe 0:1 (Katie Doar/E, 4.) locker weg und dreht das Resultat schon bis zur Pause durch Stephanie Vanden Borre (E, 9.), Emma Puvrez (E, 12) und Charlotte Engelbert (22.) in eine 3:1-Führung um. Hannah Cotter (33.) lässt Neuseeland noch einmal kurz hoffen, ehe Justine Rasir (E, 41./47.) für Belgien zum 5:2-Endstand den Sack zumacht.
Besser als ihre Damen starten die argentinischen Herren ins Turnier. Im ersten WM-Auftritt reicht es gegen Japan durch Tore von Joaquin Toscani (22.), Lucio Mendez (53.) und Maico Casella (57.) zum 3:0 (1:0)-Sieg.
Irlands Damen geben gegen Spanien alles, schaffen durch Hannah McLoughlin (E, 36.) und Niamh Carey (E, 41.) auch zweimal den Ausgleich, aber stehen am Ende dann doch mit leeren Händen da. Denn Spanien verbucht durch Laia Vidosa (23.), Sofia Keenan (E, 38.) und Kapitänin Xantal Gine (E, 56.) drei Treffer und steht damit als 3:2-Sieger fest.







