17.08.2026 - Die ersten Mannschaften, die am dritten Turnierspieltag in die Zwischenrunde einziehen, sind die Herrenteams von England und Deutschland. Dagegen sind für die Damen von Schottland und Chile etwaige Medaillenträume bereits beendet.
Mit ihrer jeweils zweiten Niederlagen haben sich für die Damen von Chile und Schottland die Träume auf einen Platz in der Zwischenrunde erledigt. Chile muss sich Japan deutlich mit 0:3 (0:3) geschlagen geben. Miyu Hasegawa (E, 8.), Hiroka Murayama (17.) und Maho Ueno (E, 22.) sorgen bereits in der ersten Halbzeit für die Entscheidung zugunsten der Asiatinnen. In der deutschen Gruppe B ringen die USA die Schottinnen mit 3:2 (2:1) nieder. Reese d’Ariano (4.) bringt die Amerikanerinnen früh in Führung. Nach dem Ausgleich durch Sarah Robertson (E, 10.) kann sich das US-Team durch Sophia Gladieux (24.) und Mia Schoenbeck (E, 39.) auf 3:1 absetzen. Das reicht am Ende zu drei Punkten, weil Schottland lediglich noch durch Millie Steiger (E, 40.) zu einem zweiten Treffer kommt.
Bei den Herren gibt es in den Nachmittagssessions zwei 3:3-Unentschieden mit Dramafaktor. Im Duell zwischen Pakistan und Wales rettet Jubilar Gareth Furlong (100. Länderspiel) den Briten mit zwei Treffern einen Punkt. In einer wechselhaften Partie geht Pakistan durch Rehman Abdul früh in Führung (3.). In Überzahl gelingt Wales durch Furlong (E, 25.) und Rhys Bradshaw (26.) der Doppelschlag zur 2:1-Pausenführung. Doch auch der rekordweltmeister beherrscht die Kunst des Doppelschlags: Suyfan Khan (E, 49.) und Hannan Shahid (51.) bringen die Asiatin im Schlussviertel 3:2 in Führung, ehe Furlong per Siebenmeter (53.) den finalen Gleichstand beschert. Nach verlorenen Auftaktspielen hilft beiden der eine Punkt nicht groß weiter.
Ähnlich ist es zwischen Frankreich und Malaysia. Auch hier geht die Führung hin und her. Malaysias Shello Silverus schießt das 1:0 (5.), dem die Franzosen den Ausgleich durch Victor Charlet (E, 19.) und die Führung durch Louis Haertelmeyer (37.) entgegensetzen. Silverus mit starker Eckenvariante (45.) und Akhimullah Anuar (57.) drehen den Spielstand erneut. Die Europäer nehmen nach dem 2:3 sogleich Torwart Saunier vom Platz. Bald gelingt durch Noé Jouin das 3:3 (59.). Als noch 29 Sekunden auf der Uhr sind, lenkt Saari den Ball im Nachfassen zum vermeintlichen 3:4 ins französische Netz. Doch nach sehr langem Videostudium wird der Treffer wieder zurückgenommen, weil Anuars Rückhandschlag offenbar doch mit der runden Seite abgefeuert worden war. Glück für Frankreich.

Englands Stuart Rushmere (links) schoss gegen Indien den wichtigen 2:2-Ausgleichstreffer. Am Ende hatten die Briten das Spiel von 1:2 auf 4:2 gedreht. Foto: Worldsportpics
Englands Herren sind die erste Mannschaft, die sich das Zwischenrundenticket sichern können. Ihrem 4:1 über Pakistan folgt heute ein 4:2 (1:2) gegen Indien. Ein Erfolg, den sich die Briten hart erarbeiten müssen, denn der Asienmeister führt zur Halbzeit durch Treffer von Harmanpreet Singh (E, 16.) und Dilpreet Singh (24.), die die englische Führung (Nicholas Bandurak/13.) in ein 2:1 umdrehen. Doch nach der Pause zahlt sich der beständige englische Druck aus. Stuart Rushmere mit tollem Stecher (38.), Henry Croft (42.) und nochmal Bandurak (E, 55.) machen Englands vorzeitigen Gang in die nächste Runde perfekt.
Einen großen Schritt Richtung Zwischenrunde machen anschließend die niederländischen Damen. Der Titelverteidiger scheint nach dem 2:0 durch Yibbi Jansen (E, 13.) und Joosje Burg (22.) gegen Australien früh auf Kurs, doch dann stemmt sich der Gegner noch einmal mit Macht gegen die Niederlage. Stephanie Kershaw (23.) und Abigail Wilson (E, 49.) sorgen für den 2:2-Gleichstand und fordern den Favoriten heraus. Die Holländerinnen wären nicht sie selbst, wenn sie nicht noch etwas draufzulegen hätten. Joosje Burg (E, 52.) und Marijn Veen (56.) sichern noch den 4:2 (2:1)-Erfolg des Oranje-Teams.

Joosje Burg trug zwei Treffer zum niederländischen 4:2-Sieg über Australien bei. Foto: Worldsportpics
Echte Dramen liefern die beiden deutschen Mannschaften am Montagabend. Während die Danas beim 2:3 gegen Argentinien ein Auf und Ab ohne Happyend erleben, können die Honamas mit dem 1:0 über Belgien einen wertvollen Triumph samt Weiterkommen feiern (siehe eigene Berichte).







