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Tag 4: China-Damen lassen England büßen

18.08.2026 – In der Herrenkonkurrenz machen nach England und Deutschland am vierten WM-Spieltag auch Australien und die Niederlande ihren vorzeitigen Sprung in die nächste Runde perfekt. Die Damen von China lassen für ihren Holperstart am heutigen Dienstag England büßen, noch mehr Gegentore kassieren die südafrikanischen Damen gegen Indien.

 

Neuseelands Herren halten ihre Chancen auf die Zwischenrunde durch einen 2:0 (1:0)-Erfolg über Japan offen. Same Lane (12.) und Dylan Thomas (46.) bescheren den Ozeaniern den ersten Sieg im Turnier, während Japan weiter auf Punkte und sogar auf sein erstes Tor warten muss.

 

Dagegen müssen die neuseeländischen Damen ihre Träume von einem Einzug in die Medaillenrunde nach der zweiten Niederlage wohl aufgeben. Wie schon gegen Belgien (2:5) schießt Neuseeland auch gegen Irland zwei Tore, aber das 1:1 durch Emelia Surridge (34.) und das 2:3 von Katie Doar (E, 60.) sind letztlich zu wenig. Irland verbessert durch Sarah Kershaw (23.), Roisin Upton (7m, 48.) und Kathryn Mullan (E, 56.) zum 3:2 (1:0)-Sieg seine Position nach der knappen 2:3-Auftaktniederlage gegen Spanien und hat nun ein „Endspiel“ gegen Belgien ums Weiterkommen vor sich.

 

Sarah Hawkshaw (rechts) schießt im Spiel gegen Neuseeland die Führung für Irlands Damen, die 3:2 gewinnen und damit ihre Chancen wahren. Foto: Worldsportpics

 

Die nach dem mageren 2:2-Auftakltunentschieden gegen Indien früh unter Druck geratenen China-Damen lassen gegen England ihre Muskeln spielen. Obwohl die Britinnen das erste Viertel klar dominieren, geraten sie im zweiten Viertel nach mehreren groben Abwehrnachlässigkeiten innerhalb von sieben Minuten mit 0:3 im Rückstand. Meirong Zou (18.), Yang Chen (22.) und Chengcheng Liu (25.) treffen für die Schützlinge von Alyson Annan, bald nach der Halbzeitpause legt Zou (E, 35.) gar das 4:0 nach. England berappelt sich erst zum Ende hin wieder. Tessa Howard (54.) und Sophie Hamilton (57.) bringen kurz noch einmal Spannung zurück. Doch trotz künstlicher Überzahl (ab dem 2:4) gelingt den Europäerinnen kein weiterer Treffer mehr. England muss nun sein letztes Gruppenspiel gegen Indien gewinnen, um noch weiterzukommen.

 

Indien schießt sich für dieses „Finale“ am Donnerstag mit einem 6:1 (3:0)-Sieg über Südafrika warm. Zumindest in der ersten Hälfte spielt der Afrikameister offensiv erfrischend mit, vergisst aber seine Chancen zu nutzen. Das gelingt Indien deutlich besser. Sunelita Toppo (11./45.), Navneet Kaur (17.), Sushila Pukhrambam (E, 25.), Deepika (38.) und Lalresiami (44.) sichern den hohen Sieg, der sogar die Tabellenführung bringt. Erst beim Stand von 0:6 kann sich Südafrika über seinen ersten Turniertreffer durch Kayla de Waal (E, 55.) freuen.

 

Das Herren-Topspiel zwischen Australien und Spanien bringt mit 1:0 zwar das gleiche Resultat wie am Vorabend das Spitzenduell zwischen Deutschland und Belgien. Doch von der dort gezeigten Intensität ist das Duell zwischen den beiden Favoriten der Gruppe C ein ganzes Stück entfernt. Spanien bringt offensiv erstaunlich wenig zustande, kann aber zumindest den eigenen Kasten lange Zeit sauber halten. Beim Pfostenschuss von Willott (37.) ist für die Iberer bereits Glück im Spiel, doch zu Beginn des Schlussviertels bremst Verteidiger Marc Vizcaino den in den Kreis gehenden Nathan Ephraums mit einem derart plumpen Stockfoul, dass Schiedsrichter Barstow sofort auf den Siebenmeterpunkt zeigt. Routinier Blake Govers verwandelt sicher, und dieses 1:0 (47.) bringen die Schützlinge von Mark Hager ohne Riesennot über die Zeit. Nach England und Deutschland macht auch Australien den Einzug in die nächste Runde vorzeitig perfekt.

Blake Govers (in gelb) sorgt im Topspiel der Herren-Gruppe C gegen Spanien per Siebenmeter für den einzigen Treffer. Foto: Worldsportpics

 

Am Ende des Tages fällt Spanien sogar auf den dritten Platz seiner Gruppe zurück, denn Irland gelingt mit seinem 4:1 (0:0) über Südafrika nicht nur der erste Sieg, sondern dieser auch noch in einer Höhe, der die Iren auf Platz zwei nach vorne bringt. So würde Irland am Donnerstag im direkten Duell mit Spanien ein Unentschieden genügen, um in die Medaillenrunde einzuziehen. Gegen Südafrika geraten die Iren zunächst durch Kenton Melville (37.) in Rückstand. Doch Benjamin Walker (42.), Lee Cole mit zwei Strafecken (48./55.) und Sam Hyland (59.) sorgen noch für das gewünschte Resultat der irischen „Green Machine“.

 

Das vierte Herrenteam, das mit seinem zweiten Sieg die erste Turnierhürde überspringt, sind die Niederländer. Die WM-Gastgeber nutzen beim Stand von 1:1 eine zehnminütige Strafbankzeit des Argentiniers Andreotti, um durch Tijmen Reyenga (E, 34.) wieder in Führung zu gehen. Davor hatte Nicolas della Torre (E, 11.) das erste holländische Tor durch Kapitän Thierry Brinkman (7.) ausgeglichen. Ein zweites Mal gelingt den Südamerikanern das nicht. Duco Telgenkamps 3:1 (42.) ist dann schon relativ früh der Schlusspunkt der Torfolge. Argentinien und Neuseeland werden am Donnerstag im direkten Duell den zweiten Zwischenrundenteilnehmer der Gruppe A ermitteln.

 

Das Damen-Topspiel der Gruppe C zwischen Belgien und Spanien bringt ergebnistechnisch keinen Sieger. Das 1:1-Unentschieden erhöht die Spannung vor der Schlussrunde am Donnerstag noch einmal beträchtlich. Die Gastgeberinnen haben in Wavre vor gut besetzten (aber nicht ausverkauften) Tribünen zwar mehr vom Spiel, wie 24:10 Kreiseintritte, 9:7 Schüsse und 5:1 Ecken in der Statistik zeigen, doch diese Vorteile reichen nicht zum Sieg. Nach 24 Minuten bringt Stephanie Vanden Borre Belgien per Strafecke zur 1:0-Halbzeitführung. Als Spanien zum Ende des dritten Viertels seine einzige Ecke erhält, wird diese durch einen spektakulären Nachschuss von Lucia Jimenez unter die Latte zum 1:1 (42.) verwertet. Die Punkteteilung hat zur Folge, dass den beiden Topteams Belgien (gegen Irland) und Spanien (gegen Neuseeland) ein weiteres Unentschieden zum Einzug in die Zwischenrunde genügt. Allerdings kann Irland mit einem Sieg über Belgien aus eigener Kraft noch unter die Top-Zwei vordringen.