21.08.2026 - Als erste Mannschaft haben die Damen der Niederlande das Halbfinale erreicht. Der eigene Sieg und ein Unentschieden der weiteren Teilnehmer der Zwischenrunden-Gruppe E führten den Titelverteidiger bereits nach dem ersten Auftritt der zweiten Turnierphase am Freitag in die Vorschlussrunde. Die deutschen Herren verpassten diese Möglichkeit durch ein 1:2 gegen Spanien.
Gleich in der 2. Minute brachte Yibbi Jansen die Niederländerinnen mit der ersten Strafecke in Führung, mehr als eine Vorentscheidung war der zweite Eckentreffer, mit dem Frederique Matla nach 38 Minuten erhöhte. Bei 35:9 Kreiseintritten, 22:6 Schüssen und 8:2 Ecken war der 2:0-Sieg des Oranje-Team natürlich hochverdient. Weil davor Australien und China sich beim 1:1 die Punkte ein wenig gegenseitig wegnahmen, steht der erste Platz der Holländerinnen bereits fest. Zuvor war China nach torloser erster Halbzeit durch Ying Zhang (E, 39.) in Führung gegangen, Australien konnte zu Beginn des Schlussviertels per Siebenmeter durch Abigail Wilson ausgleichen (48.), nachdem Liniensteherin Liu Yang eine australische Ecke nur mit dem Körper vor der Linie aufhalten konnte. Für Australien könnte dieser erste Punkt in der Zwischenrunde noch Gold wert sein. Mit einem eigenen Sieg über Indien und holländischer Schützenhilfe gegen China würde man ins Halbfinale einziehen.

Punkteteilung zwischen Japan (rechts Sahi Tanake) und Südafrika (links Stephanie Botha) beim 1:1-Unentschieden. Foto: Worldsportpics
In der Platzierungsrunde G der Damen setzte sich der Frust der Engländerinnen zunächst fort, als sie gegen Chile durch Paula Valdivia (4.) früh in Rückstand gerieten. Doch England besinnt sich schnell und dreht das 0:1 durch Lily Walker (7m, 5.) und Darcy Bourne (29./30.) bereits bis zur Pause. Am Ende erhöht Lottie Bingham (57.) noch zum 4:1-Endstand. Japan und Südafrika trennen sich 1:1 (0:0). Ntsopa Mokaena (51.) bringt den Afrikameister in Führung, die Hiroka Murayama (52.) aber umgehend ausgleicht.
In der Platzierungsrunde H der Herren setzen sich die aus der Vorrundengruppe C kommenden Teams Irland und Südafrika gegen die Vertreter der Deutschland-Gruppe (B) durch. Die Südafrikaner bezwingen Frankreich mit 3:1 (2:1). Die Cassiem-Gebrüder schießen durch die Ecken von Mustaphaa (17./19.) und ein Feldtor von Dayaan (60.) ihre Tore, Frankreich kann lediglich durch Victor Charlet zum 1:2 (E, 30.) gegenhalten.
Für das mit elf Treffern bislang torreichste WM-Spiel sorgen Irland und Malaysia mit ihrem 7:4 (4:1). Jonathan Lynch (8./E, 12./24.), Matthew Nelson (19./39.), John McKee (E, 37.) und Benjamin Walker (E, 54.) bringen die Europäer zum Sieg, die Asiaten können durch Azmuddin Kamaruddin (E, 29.), Amirul Azabar (E, 36.), Abu Kamal Azrai (E, 41.) und Faizul Saari (55.) erst nach einem 0:4-Rückstand gegenhalten.

Das bislang torreiche WM-Spiel mit elf Treffern liefern sich Irland und Malaysia beim 7:4 der Europäer. Foto: Worldsportpics
In der Zwischenrunde F der Herren-Topteams aus den Vorrunden B und C rückt das Feld punktemäßig zusammen, weil die mit einem Vorteil weitergekommenen Australien und Deutschland am ersten Spieltag Federn lassen. Die DHB-Auswahl unterliegt Spanien 1:2 (siehe Extrabericht), und am Abend trennen sich Australien und Belgien 1:1 (1:0). Die Australier gehen durch einen Schrubber von Tom Craig (24.) in Führung, sehen sich danach aber quasi im Dauerabwehrmodus. Belgien wusste, dass es mit einer weiteren Niederlage (neben dem mitgenommenen 0:1 gegen Deutschland) seine Medaillenträume wohl aufgeben muss. Angepeitscht vor vollem Haus rennen in Wavre die WM-Gastgeber unermüdlich an und erkämpfen sich immerhin 14 Strafecken (Australien: 1). Doch nur eine davon versenkt Tom Boon (38.) zum Ausgleich. Und vier Spielsekunde vor Ende scheint für Belgien auch dieser eine, überlebenswichtige Punkt weg zu sein, als nach Sharp-Flanke der Ball von Craig in den Kasten von Vanasch gelenkt wurde. Schiedsrichter Otten entscheidet auch auf Tor, doch im Videobeweis zeigt sich, dass es die Fußspitze von Craig war, die dem Ball die entscheidende Richtungsänderung gegeben hat. Glück für Belgien.
Australiens Lachlan Sharp (links) und Belgiens Arthur van Doren verlangen sich alles ab. Das Spiel endet 1:1, was beiden Seiten die Chance auf das Halbfinale belässt. Foto: Worldsportpics








