22.08.2026 - Am Samstag jubelt vor allem das argentinische Lager: Die argentinischen Damen ziehen als zweites Team nach den Niederlanden ins Halbfinale ein, die argentinischen Herren bringen England die erste Niederlage bei und verbessern ihre Chancen auf die Vorschlussrunde erheblich. Derweil enden die Medaillenhoffnungen der deutschen Damen mit der 1:3-Niederlage gegen Belgien.
Die Herren von Wales verkommen ein wenig zur Schießbude dieser WM. Dem 2:8 gegen England (und davor jeweils drei Gegentreffern gegen Indien und Pakistan) folgt im ersten Auftritt in der Platzierungsrunde G ein 2:7 gegen Neuseeland. Dabei geht Wales durch Jolyon Morgan (8./23.) sogar zwei Mal in Führung. James Hickson (E, 22./25.) gleicht für die Neuseeländer bis zur Pause zwei Mal aus. Danach hat Wales offensiv nichts mehr zu bieten, und der Gegner zieht durch Scott Boyde (32.), Kane Russell (E, 35.), Finn Ward (41.), Sam Lane (48.) und eine drittes Mal Hickson (56.) noch beeindruckend davon.
In der gleichen Gruppe kommt Pakistan mit einem 4:3 (1:2) über Japan zu seinem ersten Sieg im Turnier. Jedoch erst nach einem Fehlstart, denn der Rekordweltmeister muss nach Toren von Hyota Yamada (E, 7.) und Kaito Tanaka (15.) einem 0:2-Rückstand hinterherlaufen. Der aus der Bundesliga (TSV Mannheim) bekannte Rana Waheed (22./E, 32.) führt Pakistan zum Ausgleich, Muhammad Hammadudin (33.) sorgt umgehend für die erste Führung der Grünhemden, aber es fällt auch schnell wieder der Ausgleich (Koji Yamasaki/E, 36.). Das letzte Wort hat jedoch Pakistan durch das 4:3 (41.) von Hannan Shahid.
In der Platzierungsrunde H der Damen feiert Schottland mit einem 2:1 über Irland seinen ersten Sieg. Ellie Mackenzie (E, 6.) und Charlotte Watson (34.) treffen für die Schottinnen, Emily Kealy (26.) kann für Irland nur zwischenzeitlich ausgleichen. Ein 1:1-Unentschieden gibt es zwischen USA und Neuseeland. Emelia Surridge (8.) bringt die Neuseeländerinnen in Führung, nach der Pause gleicht Claire Danahy (39.) für die Amerikanerinnen aus.
Duco Telgenkamp (links; im Duell mit dem Inder Sumit) bringt die niederländischen Herren mit dem 1:0 auf Siegkurs. Foto: Worldsportpics
Bei den Herren machen die niederländischen Gastgeber einen Riesenschritt Richtung Halbfinale. Im Duell mit Indien bekommen die Holländer (bis auf eine Ausnahme) die gefürchteten Ecken von Harmanpreet Singh gut abgewehrt. Die Zuschauer müssen zwar lange auf Tore warten, aber dann ist Duco Telgenkamp mit dem 1:0 (41.) zur Stelle. Tjep Hoedemakers erhöht auf 2:0 (51.), ehe Harmanpreet dann endlich mal mit einer der sieben indischen Ecken zum 1:2 durchdringt (52.). Die Inder, ohne Punkte in die Zwischenrunde gegangen, werfen alles nach vorn, werden aber klassisch durch Thijs van Dam (55.) zum 3:1-Endstand ausgekontert.
England hätte anschließend in der Gruppe E alles klarmachen und zusammen mit den Holländern vorzeitig in die Vorschlussrunde einziehen können. Doch die Briten machen die Rechnung ohne Tomas Domene. Der argentinische Torjäger versenkt zwei Ecken (26./58.) und trifft auch aus dem Spiel heraus (36.). England kann durch Samuel Hopper (E, 49.) lediglich zum 1:2 verkürzen und kassiert nach makelloser Vorrunde seine erste Niederlage. Argentinien hält mit dem 3:1-Sieg seine Chancen auf das Halbfinale aufrecht, kann mit einem Sieg über Indien und holländischer Schützenhilfe gegen England noch auf Platz zwei vorstoßen.
Am Abend müssen die deutschen Damen ihre Hoffnungen auf etwas Größeres bei dieser WM durch die 1:3-Niederlage gegen Belgien begraben (siehe Extrabericht).
Anschließend zieht Argentinien als erstes Team der Zwischenrundengruppe F ins Halbfinale ein. Beim 3:0 (3:0) über Spanien legen die Südamerikanerinnen einen Blitzstart hin. Schon nach drei Minuten haben Agustina Gorzelany (7m, 1.) und Juana Castellaro (E, 3.) den Vizeweltmeister mit 2:0 in Führung geschossen. Noch vor Ende des ersten Viertels stellt Gorzelany per Ecke (14.) den späteren Endstand her. Das 3:0 gerät im Anschluss nicht mehr in Gefahr, Spanien bringt es im ganzen Spiel nur auf zwei Torschüsse (Argentinien: 15).
Eugenia Trinchinetti (links; im Spiel gegen Spanien) kann sich mit ihren argentinischen Teamkolleginnen über ihren vorzeitigen Einzug ins Halbfinale freuen. Foto: Wiorldsportpics







