23.08.2026 – In einem dramatischen Finaltag der Zwischenrunden-Gruppe F der Herren sind Deutschland und Spanien die großen Gewinner. Australien und vor allem auch WM-Gastgeber Belgien verpassen den Sprung ins Halbfinale. Kleiner Trost für Australien, schließlich mogeln sich deren Damen auch ohne Sieg ins Halbfinale.
Chiles Damen beenden die Platzierungsrunde ohne Punkt. Dem 1:4 gegen England folgt heute ein 2:3 gegen Südafrika. Die von RW Köln bekannte Fernanda Arrieta (E, 13.) bringt Chile in Führung, darauif folgen drei Treffer in Folge für Südafrika durch Edith Molikoe (22.), Ntsopa Mokoena (35.) und Caylin Maree (48.). Das 1:3 kann Simone Avelli (51.) nur noch verkürzen. Chile wird als gruppenletzter das Spiel um Platzb 15 bestreiten. Südafrika um Position 13.
England schließt die Gruppe G als makelloser Erster ab. Der 3:2 (3:1)-Sieg über Japan sichert den Britinnen die Teilnahme am Spiel um Platz 9. Alice Atkinson (E, 2.), Holly Hunt (8.) und Grace Balsdon (E, 27.) treffen für England, Shiho Kobayakawa (16.) und Emi Nishikori (E, 38.) können für die Japanerinnen nur noch verkürzen. Sie werden um Platz elf spielen.
Irland schließt die Herren-Platzierungsgruppe H trotz einer 1:2-Niederlage als Erster ab und wird deshalb um Platz neun spielen. Die irische Führung von Jeremy Duncan (39.) drehen Victor Charlet (E, 42.) und mit einem schönen Stecher Timothee Clément (59.) noch zum 2:1-Sieg der Franzosen um.
Frankreich hätte ein Tor mehr gebraucht, um im Abschlussklassement der Gruppe H noch auf den zweiten Rang vorzurücken. Diese Position kann Südafrika durch ein 3:3 gegen Malaysia beanspruchen. Luke Lynford (17.), Nicolas Spooner (28.) und Mustaphaa Cassiem (43.) drehen zwei malaysische Führung von Abu Kamal Azraj (14./E, 22.) zum 3:2 für Südafrika, ehe Faizal Saari in der letzten Minute noch für die Asiaten ausgleicht, was diese aber nicht vom letzten Tabellenplatz wegbringt.
Im Rennen um die Halbfinalplätzen verspielen Chinas Damen mit einem 1:4 gegen die Niederlande alle Möglichkeiten. Freeke Moes (10./E), Felice Albers (11.), Joosje Burg (22.) und Marijn Veen (28.) treffen für das Oranje-Team in der Neuauflage des olympischen Finals von Paris. China hätte mehr als den Treffer von Ying Zhang (E, 24.) benötigt. Und zwar tatsächlich nur ein einziges Tor. Dann wäre nämlich nicht Australien beim anschließenden 0:0 gegen Indien als glücklicher Zweiter aus dem engen Rennen hinter den Niederlanden hervorgegangen. Australien schaffte es, mit nur zwei Punkten und einem negativen Torverhältnis in der Zwischenrunde ins Halbfinale einzuziehen.

Spanien bejubelt seine Qualifikation für das Halbfinale, für Belgien (hinten Nicolas de Kerpel) geht es nur noch um Platz sieben. Foto: Worldsportpics
Bei den Herren schafft Deutschland durch sein 4:2 über Australien (siehe Extrabericht) nicht nur aus eigener Kraft den Sprung ins Halbfinale, sondern ermöglicht auch noch ein „Endspiel“ zwischen Spanien und Belgien um den weiteren Halbfinalplatz in der Gruppe F. Die Hausherren müssen gewinnen und legen auch sofort durch Arthur van Doren (E, 4.) das 1:0 vor. Tom Boon hat Pech, dass ihm das vermeintliche 2:0 wegen runder Seite über den Videobeweis aberkannt wird (8.) und später nur den Pfosten trifft (27.). Spanien muss viel mehr in der Verteidigung leisten als der Gegner und kommt nur selten mal offensiv zum Abschluss. Hat allerdings mehr Ecken. Und als Marc Miralles die siebte zum 1:1 (46.) einschlenzt, ist die gute Stimmung unter den 10 000 auf den Rängen wie erstickt. Zwar peitschen die Leute ihre Jungs noch einmal nach vorne. Aber Spanien übersteht mit Glück und Können alle belgischen Angriffe. Beim Abpfiff herrscht nahezu Totenstille im Stadion.
Das 1:1 führt Spanien ins Halbfinale nach Amsterdam (voraussichtlich gegen die Niederlande), Deutschland hingegen darf in Wavre als Gruppensieger sein Halbfinale bestreiten. Für Belgien bleibt sogar nur das Spiel um Platz sieben. Welch Enttäuschung für die WM-Gastgeber.

Volles Haus und viel Dramatik im letzten Zwischenrundenspiel in Wavre. Foto: Worldsportpics







