DEUTSCHE
HOCKEY ZEITUNG

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Weg vom Image des gewissenlosen Ressourcenverschwenders

08.11.2022

Europa hat’s gerade schwer auf der Hockey-Weltbühne. Zu dieser Erkenntnis darf man kommen, wenn man die Geschehnisse des jüngsten Kongresses des Weltverbandes FIH betrachtet. Der Belgier Marc Coudron, vor drei Jahren nur hauchdünn (61:63 Stimmen) bei der Wahl ins FIH-Präsidentenamt am Inder Batra gescheitert, kassierte in seinem zweiten Anlauf eine krachende Niederlage. Mit 47:79 Stimmen wurde Coudron geradezu abgestraft. Sieger Tayyab Ikram (Macau) hat offenbar nicht nur „seine“ Asiaten um sich geschart, sondern auch in die meisten Stimmen aus Afrika und Südamerika bekommen. Auch bei anderen Personalien (zum Beispiel der gescheiterten Wahl der DHB-Kandidatin Marion Rodewald ins Executive Board) und bei einem Satzungsantrag verbrannten sich die Europäer an gefühlten Allianzen gegen sich die Finger. Der europäische Verband müsse diesen FIH-Kongress „aufarbeiten“, mahnt DHB-Präsidentin Carola Morgenstern-Meyer an.

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ANSETZER BUNDESLIGA: Ein Ehrenamt, zeitintensiv, undankbar und doch gut

Die Erfüllungsquote spricht eigentlich für sich. In nur zwei von 310 Spielen der Herbstphase 2022 der vier Feldhockey-Bundesligen standen nicht, wie vorgesehen, zwei neutrale Schiedsrichter mit Bundesligalizenz auf dem Platz. Und selbst diese zwei Spiele der 2. BL konnten ordnungsgemäß über die Bühne gehen, weil mit Hilfe der Schiedsrichterzuständigen der Landeshockeyverbände Niedersachsen und Bayern der fehlende zweite Unparteiische in Braunschweig und München kurzfristig noch aufgetrieben werden konnte.

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Ohne größere Geldgeber kann man es gleich sein lassen

02.11.2022

Beim Bemühen um die Ausrichtung der Damen-Weltmeisterschaft 2022 hatte der Deutsche Hockey-Bund mit Hamburg einen potenten und willigen Partner an der Hand, dazu ein tolles Konzept mit einem mobilen Stadion im Herzen der City, die wohl wie kaum eine andere in Deutschland im positiven Sinne als hockeyverrückt bezeichnet werden darf. Die Sache hatte Charme und eigentlich eine Chance verdient. Es half am Ende alles nichts. Der Zuschlag ging 2019 an die Ausrichtergemeinschaft Spanien/Niederlande, die - wie man hörte - einfach mit ganz anderen Geldern in diesem Bewerberrennen hantieren konnte als der deutsche Konkurrent. Ähnlich ist es ja auf männlicher Seite mit Indien, das zuletzt zweimal in Folge allen anderen Interessenten allein schon mit der Größe des Budgets jeglichen Wind aus den Segeln nahm.

 

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Patrick Fritsche: „Am Ende die gleiche Story wie häufiger diese Saison“

Durch die 1:3-Niederlage beim Hamburger Polo Club am letzten Hinrundenspieltag der 1. Bundesliga haben die Herren des Aufsteigers Münchner SC kaum noch realistische Chancen, am Ende ins DM-Viertelfinale einziehen zu können. Der Rückstand auf den dazu nötigen Staffelrang vier ist auf acht Punkte angewachsen. MSC-Trainer Patrick Fritsche ist dennoch alles andere als unzufrieden mit dem bisherigen Auftreten seiner jungen Mannschaft, wie der 33-Jährige im Gespräch mit DHZ-Mitarbeiter Julius Hayner erläutert. Dass am Saisonende der Münchner SC als ein „klarer Erstligist mit seiner eigenen DNA“ stehen soll, daran lässt der im fünften Jahr in München tätige Coach keinen Zweifel.

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